Lohnabrechnung

Gefaltetet 50 Euro ScheinJeder Arbeitgeber in Deutschland ist gemäß §108 der Gewerbeordnung (GewO) dazu verpflichtet, die Zusammensetzung des Gehaltes (oder richtiger: des Arbeitsentgelts) seiner Arbeiter abzurechnen. Im Unterschied zu einer Gehaltsabrechnung (für Angestellte) wird die Lohnabrechnung für Arbeiter ausgestellt, die nach Stunden bezahlt werden. Im Zuge einer Lohnabrechnung berechnen Arbeitgeber anfallende Sozialversicherungsbeiträge und steuerliche Abzüge. Die so berechneten Arbeitnehmeranteile (Sozialversicherung) und die anfallenden Steueranteile werden vom Arbeitsentgelt (Bruttolohn) abgezogen. Der übrige Beitrag wird dem Arbeitnehmer als Nettolohn überwiesen.
Die Lohnabrechnung kann in Text- oder elektronischer Form (inklusive Ausdruck) erfolgen. Bei der Erstellung der Lohnabrechnung ist zu beachten, dass folgende Mindestangaben enthalten sind. Als Voraussetzung für eine korrekte Lohnabrechnung benötigen Arbeitgeber unbedingt die Lohnsteuerkarte sowie den Sozialversicherungsausweis ihrer Arbeiter.

– Die Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers
– Die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts, bestehend aus:
– Art und Höhe von Zuschlägen
– Art und Höhe von Abzügen (dazu gehören auch Posten wie Sozialversicherungsbeitrag, Kirchensteuer, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag)
– Vorschüsse und Abschlagszahlungen
– Sonstige Vergütungen

Je nach Größe des Unternehmens wird die Lohnabrechnung oft von einem Steuerberater oder von der hauseigenen Lohnbuchhaltung übernommen. Es gibt heutzutage aber auch zahlreiche Dienstleister, die sich auf die professionelle Erstellung von Lohn-und Gehaltsabrechnung spezialisiert haben. Verschiedene Entwickler bieten auch Software-Komplettlösungen an, mit denen Unternehmen die Lohnabrechnung in-house erledigen können.